Info Spielgemeinschaft

Spielgemeinschaft – Warum?

Ein paar Gedanken zum Sinn oder Unsinn von Spielgemeinschaften zwischen Fußballvereinen

Spielgemeinschaften werden zwischen zwei oder drei Vereinen vereinbart. Die beteiligten Vereine setzen sich im Vorfeld zusammen und versuchen, soweit möglich, allen Beteiligten gerecht zu werden. Dabei muss das Training und müssen die Heimspiele unter einen Hut gebracht werden. Gesprochen wird über das Training, also die verfügbaren Trainer und die Platzbelegung der beteiligten Vereine, die Anfahrtswege der Spieler und die Austragung der „Heimspiele“. Da die übergeordneten Gremien einen festen Ansprechpartner benötigen, muss ein Verein „Federführend“ benannt werden. Die Frage die jetzt an die Zweit und Dritt genannten Vereine gestellt wird: Warum darf ich/ mein Kind nicht im Heimatverein Fußball spielen? Kein Kind wird „abgeschoben“! Die beteiligten Vereine stellen zumindest einen Verantwortlichen dem „Trainerstab“ zur Verfügung. Damit haben alle Spieler einen Ansprechpartner ihres Vereines. Für das Training wird aus logistischen Gründen meist ein Platz festgelegt. Die Heimspiele werden auf die beteiligten Vereine aufgeteilt.

Meist macht sich die Bildung von Spielgemeinschaften auf dem Großfeld notwendig.

Schauen wir uns dazu die Regularien an: Eine Mannschaft besteht aus 11 Spielern, es dürfen im C-Bereich bis zu 7 Spieler aus- und wieder eingewechselt werden, bei den B- und A- Junioren sind 4 Wechsel erlaubt, ein Wiedereinwechseln ist nicht gestattet.

Die Erfahrungen zeigen, um über eine Saison spielfähig zu sein werden 16 – 20 Spieler benötigt. Vor allem kleine Vereine haben es schwer hier die Spieler „zusammen zu bekommen“.

Weiter zu den Regeln:  Spieler dürfen eine Altersklasse höher zum Einsatz kommen.

Ist es in den Kleinfeldmannschaften meist unproblematisch eine AK höher zu spielen. Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind die körperlichen Unterschiede noch nicht so ausgeprägt. So gibt es in den älteren Jahrgängen in der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen erhebliche Differenzen. Kann dies in den C-Junioren durch die Möglichkeit der Wechsel evtl. noch abgefedert werden, bekommen die „Aufrücker“ im B und A Bereich meist Probleme. Zu beobachten ist dann, dass  die „Älteren“ und/oder die „Jüngeren“ die Lust verlieren. Um den Spielern nun die Möglichkeit zugeben entsprechend ihres Alters am Spielbetrieb teilzunehmen, ist es sinnvoll Spielgemeinschaften einzugehen.  

Und noch etwas ganz wichtiges: Alle Spieler, Trainer und Betreuer, bleiben Mitglieder ihrer Vereine.

 

Zu unserem Verein:

Ist das Thema Spielgemeinschaft neu?

Nein!

Anfang bis Mitte der Neunziger Jahre gab es eine Zusammenarbeit mit Einheit Wehlen. Ende der Neunziger bis um die Jahrtausendwende kooperierten wir mit Königstein. Spieler aus diesen Jahrgängen blieben unserem Verein treu. Weiter gab es Spielgemeinschaften mit Bahratal/ Berggießhübel und Reinhardtsdorf/ Bad Schandau. Aus diesen Jahrgängen kommen die ersten jetzt in den Männerbereich. Es gab auch Jahrgänge, wo keine eigenständige Mannschaft gestellt und  Spielgemeinschaften nicht realisiert werden konnten. Die Spieler dieser Jahrgänge haben sich anderen Vereinen angeschlossen oder ganz mit Fußball aufgehört. Um allen unseren Spielern, die gern aktiv am Spielbetrieb teilnehmen möchten, dies entsprechend ihrem Alter in einer Mannschaft anbieten zu können, werden wir in jeder Saison aufs neue überlegen, ob wir Spielgemeinschaften eingehen sollten.

 

Bernd Eidam