SV Struppen AH – TSV Graupa AH

SV Struppen AH – TSV Graupa AH  4:2 (2:1)

Bei  herrlichem Fußballwetter und perfekt vorbereiteten Platzverhältnissen  in der Struppengrundarena  konnte Schiedsrichter Haufe die gestrige Abendpartie pünktlich anpfeifen. Spielertrainer Lamprecht hatte aufgrund der guten Personaldecke auch diesmal genug Raum für taktische Experimente. Er wählte eine 3-5-2-Formation mit sogenannter Doppelsechs vor Libero Harzbecker. Mit diesem verstärkten Mittelfeld sollten die Abwehrarbeit und das kontrollierte Spiel nach vorn verbessert werden.

Die Startphase der Begegnung sah auch zunächst recht gut aus. Energisch und ballsicher spielten die Struppener nach vorn und hatten mit Fehse in der 6. Minute die erste verheißungsvolle Torchance, als er nach Pass von Schenke und schönem Dribbling allein vor dem Graupaer Tor auftauchte. Sein Heber strich jedoch wenige Zentimeter über das Gehäuse. In Spieminute 14 flankte der agile Fehse den Ball gekonnt nach innen und Ullrich’s schöner Direktschuss aus 20 Metern wäre ein Tor wert gewesen. Wenige Sekunden später setzte wiederum  Fehse einen schwer zu nehmenden Kopfball knapp neben den Pfosten. Unerklärlich, warum Struppen in der 17.Minute trotz des gefälligen Starts so eiskalt ausgekontert wurde. Graupa brauchte nur vier Stationen, um mit langem Pass auf rechts, schöner Flanke und wuchtigem Kopfball , vorbei an der tief schlafenden Abwehr zum 1:0 – Torerfolg zu kommen. Doch die Heimmannschaft zeigte sich unbeeindruckt und spielte diszipliniert weiter. Ullrich und Gogolok  vergaben weitere gute Möglichkeiten, zum Ausgleich zu kommen. Die Partie war 35 Minuten alt, als Schenke zum wiederholten Mal  wunderschön in den Strafraum flankte und der gerade einwechselte Schietzold vollendete per Kopf ins lange Eck. Dieser Ausgleich war wie eine Initialzündung, an die eigene Taktik zu glauben. Struppen kombinierte sich weiter fleißig nach vorn und die Defensive überwandt die anfänglichen Abstimmungsprobleme. So dauerte es nur 5 Minuten bis die Graupaer Abwehr wieder wackelte. Einen Struppener Schuss von Donschachner auf den kurzen Pfosten konnte man nur zur Mitte abwehren, so dass Schröter keine Mühe hatte, das Leder aus zehn Metern Entfernung flach ins Netz zu jagen. Diese 2:1 Führung hielt Torwart Lamprecht mit großer Parade nach einem Freistoß der Gäste in Minute 42 fest , und so ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel  bäumten sich unsere Gäste noch einmal auf. Ähnlich wie beim ersten Graupaer Tor wurde die Struppener Verteidigung in der 50.Minute schulmäßig überflankt, niemand fühlte sich so richtig für den freistehenden Stürmer zuständig. So hatte er keine Mühe, den 2:2 Ausgleich zu köpfen. Doch die Akteure der Heimelf ließen keinerlei Zweifel aufkommen, wer dieses Spiel gewinnen würde. Während sich vereinzelte Spieler der Gäste in zum Teil unqualifizierten Motzereien über die Schiedsrichterleistung verloren, machte Struppen weiter Druck. Zunächst spielte sich das Geschehen zwischen den Strafräumen ab. Es dauerte bis zur 70. Minute, dass es wieder interessant wurde. Der laufstarke Schröter setzte wunderschön den heranstürmenden Langer in Szene und der verwandelte freistehend zum 3:2. Fünf Minuten später legte  Spielgestalter Ullrich für den durchstartenden Schröter auf und der  erzielte das vielumjubelte 4:2 für die SVS-Oldies. In Spielminute 80 strich ein 20m-Freistoß von Morgenroth trotz schlechter Schusshaltung gar nicht so weit am Tor vorbei. Fünf Minuten vor dem Ende klatschte das Leder an die Lattenunterkante des Gästetores, nachdem Donschachner aus 18 Metern straff abgezogen hatte. Den lustigen Schlusspunkt der überaus fair geführten Partie setzte Schenke, der beim Eckball in der letzten Spielminute den Schiedsrichter anspielte.

Vielen Dank an Sportfreund Jentzsch für die guten Notizen zum Spielverlauf.

Die Tore für Struppen erzielten:

1:1 Schietzold (35.min)

2:1 Schröter     (40.min)

3:2 Langer        (70.min)

4:2 Schröter     (75.min)

 

Aufstellung: Lamprecht, Donschachner, Harzbecker, Pfaff, Gogolok, Morgenroth, Kaiser, Ullrich, Hofmann, Schenke, Fehse

Reserve: Schietzold, Langer,  Schröter